Aktuelle Lage am Investmentmarkt

In den ersten Wochen des Jahres ging es an den Aktienmärkten recht stürmisch zu und die Märkte haben im Schnitt einen Rückgang von 5 % verbucht.

Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Im Gegenteil. Dies ist völlig normal und vielleicht auch notwendig gewesen, um einigen Anlegern zu verdeutlichen, dass die Aktienmärkte keine Einbahnstraße sind.

Wer langfristig Gewinne an den Kapitalmärkten erzielen möchte, der muss auch kurzfristig mit Schwankungen leben – Aufgrund der Entwicklung der letzten Jahre mag diese beim ein oder andere in Vergessenheit geraten sein.

Aktienmärkte sind ständig in Bewegung und kurzfristig auch immer wieder stark von Emotionen und Fehleinschätzungen (Über- und Untertreibungen) geleitet.

Im Schnitt sind die europäischen-Märkte in letzten 42 Jahren jedes Jahr zwischenzeitlich um 15,4% eingebrochen; schlossen aber das Jahr in 32 (von 42) Fällen mit einer positiven Rendite ab.

Grundsätzlich sollte man nur Kapital am Investmentmarkt investieren, wenn man dieses für mindestens 5 – besser 10 – Jahre auch dort belassen kann.

Auf lange Sicht wird diese Ausdauer belohnt, auch wenn man zwischenzeitlich immer wieder auf die Probe gestellt wird.

Wichtig ist auch zu verstehen, dass sich nicht die Frage stellt, ob es wieder irgendwann zu einem größeren Kurseinbruch kommt, sondern wann der Zeitpunkt sein wird.

Je länger sie am Aktienmarkt investiert sind, desto häufiger werden sie zwangsläufige auch Markteinbrüche miterleben und das ist auch gut so, wie folgende Grafik zeigt.

Denn nach jedem Einbruch kam es in der Vergangenheit aber immer wieder zu einem deutlichen Anstieg auf ein höheres Niveau. Vor allem monatliche Investmentsparpläne spielen in solchen Phasen ihre Stärke aus. Bei Markteinbrüchen kauft man günstig weitere Anteile zu und profitiert somit stärker von der späteren Erholung.

Da niemand wirklich vorhersagen kann, wann der nächste Einbruch kommt, macht es auch keinen Sinn eine entsprechend Anlagestrategie darauf auszurichten. Meist folgen kurz auf einen Einbruch auch Tage mit sehr starken Anstiegen, so dass die beste Strategie darin besteht nichts zu tun.

Der richtige Investitionszeitpunkt ist demnach dann, wenn man Geld (für eine längerfristige) Anlage zur Verfügung hat. Um das Risiko zu minimieren, kann man diesen Geldbetrag dann gegebenenfalls auf mehrere Einzahlungsraten verteilen.

Verkaufen sollte man erst, wenn man das Geld (sofort oder in absehbarer Zeit) benötigt.

Gerade bei dem aktuellen Inflationsniveau kombiniert mit der Null-Verzinsung auf Bankkonten, ist das Risiko des Kaufkraftverlustes ansonsten höher als das Kursrisiko an den Märkten.

Voraussetzung ist natürlich immer ein breit gestreutes Investmentportfolio.

Dann ist das reale Risiko einer Investmentanlage letztendlich nur eine Frage der Zeit – ist man lang genug investiert kann man (historisch gesehen) kein Geld verlieren und sich über eine gute Rendite freuen.

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